25 Jahre Zeltlager - Detektive aus dem Seebachgrund gehen auf Spurensuche

In der ersten Pfingstwoche gingen knapp 100 Nachwuchsdetektive auf Spurensuche in die fränkische Schweiz, denn das diesjährige Zeltlager stand unter dem Motto „Detektive auf Spurensuche“ und gleichzeitig wurde auch das 25-jährige Jubiläum gefeiert.
Für das Betreuerteam geht es bekanntlich bereits am Pfingstsonntag für den Aufbau zum Zeltplatz nach Wohlmutshüll, wo es am Abend anlässlich des Jubiläums ein Essen gab, zu welchem auch die ehemaligen Betreuer und Betreuerinnen, sowie Mitwirkende und sogar Gründer geladen wurden und gekommen sind.
Das Zeltlagerteam durfte neben unserem derzeitigen Pfarrer Saffer, Pfarrvikar James auch das Gründungsmitglied Herrn Erzbischof Gössel empfangen. Denn 1999 hat unser jetziger Erzbischof den Grundstein für das Zeltlager des Seebachgrunds gelegt.
Nach dem gemeinsamen Essen wurde auch das neu gebaute Kreuz am Lagerfeuer von allen drei Geistlichen gesegnet. Den Abend ließen alle gemeinsam mit musikalischen Zeltlager-Klassikern ausklingen.
Am Montag wurden die letzten Vorbereitungen auf dem Zeltplatz getroffen, ehe am Nachmittag dann die Kinder ankamen. Nach Bezug der Zelte und Besprechung der Lagerordnung durfte jedes Zelt getreu dem
Motto eine Lupe gestalten, die danach vor den Zelten aufgestellt wurden. Nach einer Runde Kennenlernspiele und Abendessen stand dann der erste große Fall für die Nachwuchsdetektive an. Beim Aufbau war nämlich die Erinnerungskiste des Zeltlagers verschwunden und einer der Betreuer muss sie gestohlen haben. Zum Glück gab es Zeugenaussagen, eine aufgenommene Mailbox, Schuhabdrücke und weitere Hinweise, die über die Zeltlagerwoche hinweg alle gemeinsam analysieren konnten, um den Verdächtigenkreis weiter einzugrenzen.
Nach der ersten Fallbesprechung ging es für alle Kinder und Betreuer zum Waschbecken für die erste Zahnputzparty. Nachdem dann alle warm angezogen ums Lagerfeuer saßen, wurden die Nachtwachen und das Prinzip eines Überfalls erklärt. Zum Tagesabschluss wurde unter musikalischer Gestaltung von Keyboard, Gitarre und Cajon der Tag mit Zeltlagerklassikern, sowie einem Abendlob abgerundet.
Am Dienstagvormittag standen die Workshops an, in denen alle Kinder alias die Nachwuchsdetektive ihre Ausrüstung in Form einer Tasche fürs Equipment, einem Kompass, einer Lupe und einem Ausweis bastelten.
Am Nachmittag ging es dann in den Wald fürs Geländespiel Stratego, in dem die Kinder getreu dem Motto verschiedene Rollen übernahmen, um als Forensiker, Ermittlungsleiter oder Undercoverangenten das Geheimdokument vor dem anderen Team zu schützen.
Zwischen Abendessen und der Zahnputzparty stand noch Stockbrot am Lagerfeuer auf dem Programm, bevor der zweite Tag dann mit einigen Zeltlagerklassikern, Geschichte und Abendlob zu Ende ging.
Mittwoch ist großer Ausflugtag und das auch im Jubiläumsjahr. Gestärkt mit Lunchpaketen und gepacktem Rucksack ging es zu Fuß nach Wohlmutshüll, wo zwei Busse warteten, um die Kinder und Betreuer nach Egloffstein zu bringen.
Hier stand für alle eine Schatzsuche im Felsenkeller unterhalb der Ortschaft an, bevor es weiter mit dem Bus ins Königsbad nach Forchheim ging.
Geduscht, aber geschafft ging es zurück nach Wohlmutshüll, wo noch Abendessen, Zahnputzparty und das tägliche Lagerfeuerprogramm anstand, ehe dann 23 Uhr und somit Nachtruhe war. Für die einen hieß es danach ins Bett und für einige auf die Posten der ersten Nachtwachenschicht.
Am Donnerstag ist Ausschlaftag und so durften alle etwas länger schlafen. Allerdings hatten die Nachwuchsdetektive nach dem Frühstück ihren nächsten Einsatz, denn das Schokopuddingrezept der Küche war verschwunden. Beim großen Geländespiel mussten die Kinder in acht Gruppen an acht Stationen alles dafür geben, damit das Rezept wieder zur Küche zurückgelangt, indem sie dafür Puzzleteile sammelten. An dieser Stelle muss wieder ein großes Lob an die Küche ausgesprochen werden. In der ganzen Woche wurden Kinder, wie Betreuer rund um die Uhr mit leckerstem Essen versorgt. Angefangen bei Käsespätzle, über Gyros und Chili con Carne bis hin zum Nachtisch wie Mandarinenquark, Pudding oder Grießbrei.
Nach erfolgreichem Abschluss des gab es am Nachmittag zur Abkühlung eine Wasserparty mit Gartenschlauch, Rutschbahn und Wasserspritzpistolen - dabei wurden die Betreuer auch nicht verschont.
Zum Tagesabschluss stand abweichend zu den anderen Tagen die große Nachtwanderung auf dem Plan. In zwei „schweren“ und einer „mittelleichten“ Gruppe ging es für die Kinder in den Wald, um einem Detektiv zu helfen, der überfallen worden war.
Alle kehrten wohlbehalten zum Zeltplatz zurück und um 23 Uhr ging es wieder zurück in die Zelte oder eben auf die erste Schicht der Nachtwachenposten.
Der letzte Tag vor der Abreise startete nach dem Frühstück mit dem Lagergottesdienst. Pfarrer Saffer gestaltete den Gottesdienst getreu dem Zeltlagermotto „Auf Spurensuche“ und erläuterte im aktiven Dialog mit den Kindern den Zusammenhang zwischen der gebastelten Detektivausrüstung – dem Kompass, dem Ausweis und der Lupe – und unserem Glauben.
Danach ging es auch schon mit gepacktem Rucksack auf Kurzwanderung Richtung Freibad nach Ebermannstadt. Jedoch wurde auf halber Strecke für das alljährliche Picknick im Stadtpark Rast gemacht, welches die Küche mit buntem Gemüse, Brezeln und vielem mehr vorbereitet hatte. Im Freibad angekommen, ging es für Kinder und Betreuer ins Wasser, auf die Rutsche und Sportfelder oder einfach auf die Liegewiese zum Entspannen. Zurück am Zeltplatz angekommen wurde eine Art Schatzkarte am Fahndungsbrett des Zeltlagerfalls „verschwundene Kiste“ entdeckt. Die Kinder konnten mithilfe der Karte die Kiste im Wald finden und dank eines letzten Hinweises an der Kiste auch das Rätsel lösen und den Täter ausfindig machen. Nach dem Abendessen fand zum Wochenabschluss noch der bunte Abend statt, bei welchem die Kinder die Woche und auch die letzten 25 Jahre Zeltlager Revue passieren lassen konnten. In vier Teams traten die Kinder in Minispiele gegeneinander an. Es mussten beispielsweise Zeltlagertshirts den richtigen Jahren zugeordnet, die Anzahl an verspeisten Camemberts geschätzt oder anhand der ersten Töne Lieder erraten werden.
Nach der täglichen Zahnputzparty, einer Runde Zeltlagerklassikern am Lagerfeuer und dem Abendlob ging es ein letztes Mal auf die Nachtwachenposten und in die Schlafsäcke.
Mit motivierter Aufweckmusik wurde am Samstag zu Frühstück, Packen und Zelte ausräumen aufgefordert. Alle halfen tatkräftig zusammen und ab halb zehn trafen nach und nach die Eltern zum Abholen ein. Der Zeltplatz leerte sich immer weiter bis dann schließlich durch das Betreuerteam alle Hänger beladen waren und die Abfahrt zurück in den Seebachgrund angetreten werden konnte. Hier wurde dann das gesamte Zeltlagerequipment wieder verräumt und damit ging ein weiteres Zeltlagerjahr zuende.
Das Zeltlager im Jubiläumsjahr 2025 war wieder ein voller Erfolg mit viel Spaß, tollen Begegnungen, vielen neue Erinnerungen, super Wetter, gutem Essen und vielem mehr. Ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer, Helfer und Betreuer! Wir freuen uns aufs nächste Jahr!


