3. Ökumenischer Seniorenfasching mit etwas Nostalgie

Zum 5. Mal hatte Alexander Tritthart zum Seniorenfasching eingeladen und inzwischen zum 3. Mal ökumenisch, diesmal wieder im Pfarrsaal von St. Josef.
Im festlich geschmückten frisch renovierten Pfarrsaal hatten sich knapp 60 Närrinnen und Narren versammelt, die meisten kostümiert. Eine halbe Stunde vor Beginn begann der Ansturm. Schließlich wussten alle, wie gut die vom Bürgermeister gestifteten und von seiner Familie und Freunden gebackenen Kuchen schmecken und seine traditionelle Rede wollte auch keiner versäumen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der routinierte Eckehard Koch.
Nach Kaffee und Kuchen – viel blieb nicht übrig – sorgten zuerst die Purzel von den Weisendorfer Blummazupfern für Unterhaltung. Der kleine Zauberer ließ Schmetterlinge tanzen.
Tritthart gestand dann, dass er die letzten Nächte nicht so gut geschlafen habe, seinen Text in Reime zu fassen war doch nicht so leicht. So berichtete er von den Anstrengungen mit dem Schulsportplatz, die inzwischen zu einer gütlichen Einigung führten, er sprach von den Problemen bei der Kirchweih, es allen recht zu machen und dass ein aufgeregter Bürger von ihm am 24.12. verlangte, doch dafür zu sorgen, dass er sein Amtsblatt noch bekomme. Auch von der Schwanen-Ampel und dem Jägerhof-Kreisel berichtete er und ganz aktuell von den Säuleneichen in Oberlindach. Und er verriet sein Geheimrezept: wenn die Arbeit etwas viel werde, dann lege er halt Sonderschichten ein. Er erhielt seinen verdienten Applaus und versprach, im nächsten Jahr –dann wieder im ev. Pfarrsaal – die Tradition fortzusetzen.
Otto Mack – er wird im April 90 – führte zurück in Jahr 1949, als er nach Weisendorf kam. Es meldeten sich nicht viele, als er fragte, wer denn noch Ringelblumen gezupft habe. Angefangen hat er als Verwalter bei Baron v. Guttenberg und wollte nur 2 Jahre bleiben. Nachdem er aber hier seine Frau fand, wurde es doch „etwas“ länger. Damals gab es noch 6 Gaststätten im Ort, jeder Verein feierte seinen Kostümball und zur Kirchweih stand auf dem Post-Parkplatz ein großes Zelt, in dem namhafte Volkssänger auftraten. Damals konnte man noch tags und nachts gefahrlos die Straßen überqueren, im klaren Wasser vom Mühlweiher baden und bei Gusti alles kaufen, was man brauchte.
Der 3. Bürgermeistert Hansi Kreiner klärte über die Arbeitszeiten unter Berücksichtigung der Wochenenden, Feiertage etc. auf, hatte großen Erfolg mit der Geschichte von St. Antonius im Bade und informierte über die „knallharten“ Aufnahmeprüfungen von österreichischen Gendarmerie-Beamten.
Mit Schlagern und Schunkelliedern vergingen die 3 Stunden sehr schnell und mit „schee woars“ verabschiedeten sich die Senioren in den kalten Winterabend.
Ortwin Fischer



