Ein Spielplatz für das Nagaland

Erlebnis und Abenteuer in Zubza
Ein liebevoll gestalteter Spielplatz ist in Zubza entstanden. Auf ca. 500 qm haben die Kinder nun Platz zum Toben – mit Spielgeräten von der Schaukel über Rutsche bis hin zur Wippe.Der erste Ansturm war großartig.
Endlich ist der Tag da: Die neuen Spielgeräte werden offiziell eingeweiht. Diesem Tag haben alle Beteiligten lange entgegengefiebert – ganz besonders natürlich die Kinder in der gesamten Region von Nord-Ost Indien. Die Freude über die neue Spielkombination ist groß, inmitten der Gemeinde platziert, bietet er den kleinen Energiebündeln jede Menge Möglichkeiten, sich ausgiebig auszutoben.
Der neue Spielplatz wird zur einmaligen Begegnungs- und Bewegungsanlage für die gesamte Region und der 16 Naga-Stämme. Ein Kinderparadies mit Erlebnis und Abenteuer für über 1000 Kinder im Herzen des Nagalandes, das sofort nach der Eröffnung in Beschlag genommen und zum Spieltreffpunkt neben der Don-Bosco Schule wurde.
Pater Samuel:“Er soll ein Platz für alle Familien, den Kindern in Sechü-Zubza und der gesamten Region sein. Der einzige Ort der Begegnung für unsere vielen Kinder und Familien, die hier ein paar unbeschwerte Stunden verbringen können.“
Die Idee hatte Ernst Klimek im Gespräch mit Entwicklungshelfer Hans Rupprecht: „Die Kinder haben im Nagaland keinerlei Spielzeug oder Abwechslung“, so entstand die Projektbeschreibung , die jetzt in den Händen von Hans Rupprecht lag, der insgesamt über fünf Monate das Projekt in Zubza vorantrieb mit Planung, Konstruktion und Aufbau der Geräte. Sofort war auch die Don-Bosco Werkstatt (Don Bosco Vocational Training Institute) in Dimapur zu den Metall- und Schweissarbeiten bereit. Das verwilderte Areal musste erst gründlich – mit vielen freiwilligen Helfern (Hilfe zur Selbsthilfe) - und mit einer Planierraupe bearbeitet werden: „Morgen heißt –vielleicht – in 14 Tagen,“ So konnte dann endlich, nach langer Wartezeit auf die Geräte mit den Arbeiten begonnen werden. Sponsoren und Spenden aus der Oberpfalz bzw. Weisendorf und die gefüllten Sammeldosen in den Geschäften machte Mut, das PROJEKT zu starten. Schnell waren 3000€ zusammen. Damit wurde der Grundstock gelegt und der CHILDREN´S PARK nahm nach und nach Gestalt an. Statt teuren Sand gibt es nur Steinstaub in den Gruben.
„Für ein Kinderkarussell ist zwar noch Platz, aber kein Geld mehr vorhanden. Vielleicht findet sich noch ein oder mehrere Sponsoren.“ (Ernst Klimek)
Nach dem Segen durch den 87-jährigen Father Joseph und Pater Samuel Elow, stürmten über 600 Kinder auf die Spielgeräte. Trotz des Andrangs gab es keinen Streit: „Nur glänzende Kinderaugen, die das erste Mal in ihrem Leben rutschen, schaukeln oder wippen durften.“ Schwester Theresa konnte mit 85 Jahren des erste Mal auf einer Schaukel Platz nehmen. “
Der schön gelegene Children´s Park wurde inzwischen zu einem Anziehungspunkt für viele Familien aus den zahlreichen Dörfern der Umgebung: Eine Begegnungs- und Bewegungsanlage, mehr als ein Platz zum Spielen ist entstanden. Und zum erstenmal im Leben eines Kindes im Nagaland: Klettern, Toben, Schaukeln, Rutschen, Wippen. Dies war bisher unbekannt. Der schön gelegene Spielplatz ist die Attraktion im Nagaland und zu einem Anziehungspunkt für Familien aus den nahegelegenen Ortschaften geworden. Hauptattraktion ist eindeutig die Schaukel. Auch die anderen Spielgeräte werden von den drei – bis zwölfjährigen andauernd in Besitz genommen, bis tief in die Nacht hinein. Ausreichende Sitzgelegenheiten bieten sich für Treffen und Gespräche an. Früh ab 5.30Uhr kommen schon die ersten Kinder. Maria Keneilhoubeinou (11 Jahre): „Das macht Spaß und ist für uns ein wunderbares, ein tolles Geschenk.“ Ich komme jetzt mit meinen Freundinnen jeden Tag hierher.“
Ernst Klimek


