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Erzbischof Ludwig Schick spendet Sakrament der Firmung

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Datum:
Veröffentlicht: 5.7.06
Von:
Valentin Schaub

„Feuer und Flamme sein“ – so das Motto eines eindrucksvoll gestalteten Festgottesdienstes in der Pfarrkirche zu Weisendorf, in welcher Erzbischof Ludwig Schick 53 jungen Christen aus der St.Josef-Pfarrei das Sakrament der Firmung spendete. Geplant war das Pontifikalamt mit Beginn 17 Uhr, doch angesichts des zur gleichen Stunde angesetzten Fußball-Länderspiels Deutschland gegen Argentinien, hatte Schick der laut eigener Aussage einst selbst viel Freude im aktiven Fußballspiel miterleben durfte – den Beginn um zwei früher angesetzt – sehr zur Freude der Gottesdienstbesucher. Nach dem festlichen Einzug mit Pfarrer Herwig Gössl, Reverend James und Pastoral-Referent Christian Lauger wurde der Erzbischof im vollbesetztem Gotteshaus von Gössl namens der Pfarrei mit „großer Freude in Weisendorf“ und Dankesworten begrüßt. Es sei gewissermaßen der Antrittsbesuch in der Pfarrei. Dies bestätigte der Erzbischof. Er sich freute, erstmals in der Pfarrkirche gewissermaßen nun die „Premiere“ mit dem denkwürdigen Ereignis der Firmspendung  begehen zu können. Vor einem Jahr zelebrierte Schick bereits im Weisendorfer Schlosspark mit über 200 Jugendlichen aus aller Welt anlässlich der Weltjugendtage eine Messe in einzigartiger Atmosphäre. Namens der Firmlinge dankten Thomas Dellermann und Andreas Natoli dem Erzbischof für sein kommen und versicherten, „nun gut vorbereitet das Sakrament mit Sendung des Heiligen Geistes empfangen zu dürfen“. Dieser Bitte sehr gerne nachzukommen, entgegnete Schick und verband dies zunächst mit einem „Vergelts Gott“ an die Geistlichen vor Ort, so Gössl und James und Pastoralreferenten Lauger „für Euren unermüdlichen Einsatz“. Das Trio benötige aber auch das Mitwirken Vieler, um „Kirche vor Ort lebendig gestalten zu können“. So dankte Schick insbesondere auch die Band und und Familienchor für die musikalische Gestaltung dieser Feier, ebenso aber auch die Verantwortlichen im Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, den Organisten, dem Vorbereitungsteam und den „vielen Ministranten“. Alle zusammen müssen von einem guten „Teamgeist“ beseelt sein. Nur so könne ein furchtbares Wirken innerhalb der Pfarrei erreicht werden, „das ist genau so bei jeder Fußballmannschaft erforderlich“. Schick bat eindringlich die ehrenamtlichen Helfer, „weiterhin zur Ehre Gottes aktiv zu bleiben“, Jeder an seinem Platz werde benötigt. Die Predigt sprach der Erzbischof nicht vom Ambo aus, sondern gesellte sich in die Reihen der Firmlinge – und mit Blick auf diese: Ihr seid heute hier die Wichtigsten - um gewissermaßen ganz nah mit diesem auch das Gespräch zu suchen. „In dieser Stunde werdet ihr mit der Kraft des heiligen Geistes gestärkt“, sagte Schick und versprach, dass von Christus aus „Leben in Fülle geschenkt“ werde. Und mit Blick auf die Firmlinge sagte Schick: „Jesus will jeden von euch glücklich und zufrieden machen“. Damit dies zustande kommen könne, „brauchen wir die Kraft des heiligen Geistes. Dieser wurde erstmals zu Pfingsten vor 2000 Jahren gesandt, als die Apostel nach Samarien eilten, dort den neuen Christen die Hand auflegten und mit der Kraft des heiligen Geistes bestärkten. „ Da steckt Power und Dynamik dahinter, daraus könnt ihre immer neue Kraft tanken“. Der Erzbischof richtete anschließend drei Kernfragen an die Jugendlichen: „Wer bin ich? – Was soll ich?“ – und „Wohin gehöre ich“. Das seien Fragen für das Leben und um diese beantworten zu können, „dafür sendet Jesus seinen Geist“. „Gott hat dich gewollt, er liebt dich und will, dass du deine Talente ausschöpfst – immer wieder aufs Neue“. Und den Firmlingen versicherte der Erzbischof abschließend: „Du bist von Gott geliebt, dein Leben soll gelingen“ und auch an die Paten und Eltern richtete er die Bitte: „Immer und immer öfter“ sich vom Heiligen Geist inspirieren zu lassen und den Firmlingen in jeder Hinsicht gutes Vorbild zu sein. Anschließend erneuerten die Firmlinge ihr Taufversprechen. In den Fürbitten baten diese auch um die Kraft des heiligen Geistes. Bei der Firmspendung und noch vor dem Segen dankte namens der Pfarrgemeinde die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Grüner allen am Gottesdienst beteiligten, insbesondere den Erzbischof „für die so eindrucksvoll vorgenommene Firmung“ und ließ hierzu nach dem Dank auch Blumen sprechen. Ihrer Einladung zum anschließenden Agape im Pfarrhof kam gut an. Im Pfarrhof überreichte der Erzbischof als persönliches Geschenk jedem Firmling eine Ikone mit dem Antlitz Jesu.

Bilder von der Firmung