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FDP - "Trennung von Staat und Kirche" ?

Datum:
Veröffentlicht: 25.11.10
Von:
Heinrich Schmidt

Unter der Überschrift "Trennung von Staat und Kirche" war am 27.09.2010 ein Artikel in den Nürnberger Nachrichten über den Landesparteitag der FDP zu lesen. Auf diesem wurde ein Antrag behandelt, der an den Grundfesten der christlichen Tradition in unserem Land rüttelt: Gefordert wurde beispielsweise, den Religionsgemeinschaften den Status als Körperschaften des öffentlichen Rechts abzuerkennen, die Kirchensteuer abzuschaffen und den Religionsunterricht durch ein Fach zu ersetzen, »das verschiedene weltanschauliche und religiöse Ansätze sowie die Werte unserer Verfassung vermittelt». Gefordert wurde das Aus für die theologischen Fakultäten an staatlichen Hochschulen. Und gefordert wurde eine klare Positionierung der FDP, dass die grundsätzliche Anbringung von Kruzifixen in jedem Klassenraum und in öffentlichen Gebäuden gegen die weltanschaulich-religiöse Neutralität des Staates verstoße. Wenngleich weite Teile dieses Antrags - wohl auch wegen der vermutlichen Undurchsetzbarkeit innerhalb der Regierungskoalition - nicht mehrheitsfähig waren, so gibt er doch ein bedenkliches Meinungsbild in der FDP wieder. Dieser Diskussion stellt Erzbischof Ludwig Schick im Heinrichsblatt vom 17.10.2010 im Artikel ´"Mehr-Wert" für unser Leben" die Bedeutung des Kreuzes für unsere Gesellschaft gegenüber:

"Das Kreuz ist ein Symbol der Liebe, der Versöhnung und der Barmherzigkeit, es hat unsere Kultur geprägt. Der Vorstoß, die Kreuze aus unserem öffentlichen Leben zu entfernen, ist ein Vorstoß gegen unsere Tradition in Deutschland. Es darf unter keinen Umständen zugelassen werden, dass sich solche Tendenzen breitmachen. (...)
Nicht das Belassen, sondern das Entfernen der Kreuze von ihren angestammten Plätzen widerspricht der weltanschaulichen Neutralität des Staates. Wir würden unsere Geschichte leugnen und unsere Wurzeln kappen, wenn wir zulassen würden, dass die Kreuze entfernt werden. Das Kreuz, und was es symbolisiert, Versöhnung, Barmherzigkeit, Friede und Liebe, sind das Wasser, das unsere Gesellschaft tränkt und ihr Leben schenkt."

"
(Erzbischof Dr. Ludwig Schick)

 Christliche Symbole und Glaubensweitergabe in Kindergärten und Schulen sind im Seebachgrund nicht nur Kultur und Tradition, sondern bilden für die große Mehrheit eine wesentliche Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, Denkens und Handelns.

- meint Ihr Pfarrer Lars Rebhan

(im November 2010)