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Feierliche Auferstehungsfeier

Auferstehungsfeier
Datum:
Veröffentlicht: 22.4.19
Von:
Heinrich Schmidt

Wir entdecken die Spuren Jesu, die er beim letzten Abendmahl, seinem Leiden, Sterben und Auferstehen hinterlassen hat, was diese Spuren für uns heute bedeuten können und ob und wie wir in diesen Spuren Jesu gehen.

Der große Gottesdienst, der am Abend des Gründonnerstags begonnen hatte und am Karfreitag weitergeführt wurde ist mit der Osternacht fortgesetzt worden.
Pfr. Saffer trug die Osterkerze, die am Osterfeuer entzündet wurde, in die Kirche mit dem dreimaligen Ruf Lumen Christi (Christus das Licht), bekleidet von 15 Ministranten.
Nach dem Exultet und dem Wortgottesdienst mit drei Lesungen erhellte sich mit dem Gloria
die Kirche und bei Glockengeläut ertönte die Orgel mit dem Lied „Ehre sei Gott in der Höhe“.
Nach dem Evangelium trug Pfr. Saffer das offene Evangeliar mit einer Prozession durch die Kirche.
In seiner Predigt ging Pfr. Saffer auf die Spuren Jesus ein die er mit seinem Abendmahl, Leiden, Sterben und Auferstehen hinterlässt. Spuren die auch mit uns heute hier in Weisendorf etwas zu tun haben, Spuren die uns Gottes Liebe und Gegenwart zeigen, Spuren, die uns heute den Weg durch unser Leben und so manches Dunkel hindurch zeigen.

Aus der Predigt: „Wie oft stellen wir uns die Frage, wo da Gott ist, und es scheint, als sei Gottes Spur gar nicht mehr da, wir können und wollen sie vielleicht manchmal gar nicht sehen, manchmal erleben wir es so, wie wenn unsere Spur die einzige Spur wäre in all diesen schweren Zeiten, wenn wir uns allein, einsam fühlen.
Ostern will auch in unsere Welt einbrechen. Mitten hinein in unseren Alltag, unseren Pessimismus, in all unseren Frust und in unsere Traurigkeit. Das Grab ist leer, das Leben geht weiter — jetzt erst recht. Ostern will uns allen sagen:  Es lohnt sich Ostern zu feiern, weil das Leben lebenswert ist.
Ostern will uns die Spur des Lebens entdecken und spüren lassen, die Spur des Lebens die Jesus durch Kreuz und Leid hindurch gelegt hat und die auch durch den tiefsten Tiefpunkt, den Tod hindurch zum Leben gehen lässt.
In Jesu Spuren gehen heißt das Leben feiern und die Spur des Lebens auch in unserer Welt sichtbar zu machen, Ostern über andere hereinbrechen zu lassen.
Lassen Sie doch Ostern einmal unerwartet über andere hereinbrechen, vielleicht über Menschen, mit denen Sie schon lange nicht mehr geredet haben. Wünschen Sie ihnen frohe Ostern, schenken Sie ihnen eine kleine Freude.
Lassen Sie Ostern über andere hereinbrechen, die immer noch in ihrer Traurigkeit gefangen sind, durch ein aufmunterndes Wort.
Nein, Ostern feiern heißt nicht, dass es nichts Trauriges mehr gibt, heißt nicht, dass unsere Lebensspur nicht auch durch Leid und Dunkelheit und sogar in den Tod geht – wie Jesu Lebensspur auch – aber es heißt, dass die Spur im Tod nicht endet, sondern weitergeht ins Leben bei Gott, und dass wir in den schwersten Zeiten getragen sind, eben auch im Tod, von dem, der selbst gelitten hat, in den Tod gegangen und auferstanden ist! Ostern feiern heißt Leben zu ermöglichen, das Leben zu feiern und zu suchen.“

Mit der Allerheiligenlitanei, gesungen von Claus Keller und die Weihe des Wassers sowie die Erneuerung des Taufversprechens mit der Besprengung der Gläubigen wurde der Gottesdienst fortgesetzt.
Zur Gabenprozession und -bereitung  sang der Kirchenchor unter der Leitung von Frau Lommer das „Halleluja aus dem Messias“ sowie „Groß ist die Freude, Jesus, er lebt“ während der Kommunion in beiden Gestalten.
Nach der Segnung der Speisen und den Dankesworten von Pfr. Saffer an alle Mitwirkenden sowie der Einladung an alle Gläubigen zum Verbleiben bei Brot und Wein auf dem Pfarrhof,  endete die feierliche Auferstehungsfeier mit dem Segen und dem Schlusslied „Freu dich du Himmelskönigin.“