Festgottesdienst zur 10-jährigen Weihe der Marienkapelle

Den Festgottesdienst zum 10-jährigen Weihejubiläum der Marienkapelle zelebrierte Pfr. Lars Rebhan zusammen mit Subregens Herwig Gössl, den Hr. Seitz von der Dorfgemeinschaft besonders begrüßte. Ebenso begrüßte er Lektorin Silke Kraus von der evangelischen Gemeinde, die Pfr. Lechner-Schmidt vertrat.
In seinen Eingangsworten erinnerte Pfr. Rebhan daran, dass die Dorfgemeinschaft als Mitte ihres Ortes eine Kapelle erbaute, die Ausdruck ihres Glaubens sein soll. Ein Zeichen dafür, das Gott in der Mitte unseres Lebens stehen soll. Er soll es sein, um den sich unser Leben dreht, zu dem wir immer wieder kommen und Kraft holen können.
Subregens Herwig Gössl sagte in seiner Predigt, dass ein Gotteshaus oder eine Kapelle nur so viel wert ist wie die Gemeinde, die sich in ihr versammelt. Wenn es keine lebende Gemeinde gibt, wenn niemand mehr eine Kirche oder Kapelle füllt, wenn es nur ein leeres Gebäude wäre, es bliebe doch ohne Nutzen.“Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ Wir alle müssen dafür sorgen, dass unsere Gotteshäuser das sein können, was sie sein sollen: Zeichen für den Glauben an Jesus Christus!
Jeder muss seinen Beitrag leisten, damit dieser Glaube wachsen und sich weiter ausbreiten kann. Erste wichtige Voraussetzung für die Verbreitung des Glaubens ist die Dankbarkeit; d. h. den Glauben darf ich nicht zuerst unter dem Blickwinkel der Pflichterfüllung sehen, sondern als großes Geschenk.
Die Bereitschaft zum Bekenntnis zu Christus, dem Brot des Lebens, ist wichtig. Gemeint ist aber auch gerade das Zeugnis in schweren Zeiten, dann wenn meinem Glauben einiges abverlangt wird, wenn ich mich bedroht sehe von Krankheit, von Verlust, von Ablehnung durch andere. Ich bin sicher, dass unser Glaube wichtig ist für die Menschen auch heute, auch in unserer Gesellschaft. Viele haben eine materialistische Lebenseinstellung. Aber der Mensch braucht mehr als einen vollen Magen, ein volles Bankkonto, einen vollen Terminkalender, er braucht ein volles Leben, ein Leben in Fülle, ein Leben ohne Ende, ein Leben mit Gott. Darum müssen wir unsere Kirchen mit gelebten Glauben erfüllen, damit viele sich hier orientieren und das Leben in Fülle finden können. Wir sind der Welt, in der wir leben, das Zeugnis unseres Glaubens schuldig. Denn allein Christus ist das Brot des Lebens, und wer zu ihm kommt, wird nie mehr hungern.
Nach dem feierlichen Segen wurde vom evangelischen Posaunenchor, der den Gottesdienst musikalisch umrahmte, „Großer Gott wir loben dich“ gespielt und die Gottesdienstbesucher sangen kräftig mit.
Danach begann der traditionelle Kirchweihbetrieb mit Weißwurstessen und Mittagstisch. Am Nachmittag, nach der Dankandacht, die Pfarrvikar James Nangachiveettil hielt, gab es selbstgebackene Küchle, leckere Torten, Kuchen und Kaffee.
Um 16 Uhr fand zum ersten Mal auf dem Dorfweiher ein Fischerstechen statt, bei dem Bürgermeister Tritthart siegte.
Heinrich Schmidt



