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Fußwallfahrt von Weisendorf nach Gößweinstein

Bittgang_1
Datum:
Veröffentlicht: 24.5.06
Von:
Valentin Schaub

Regen und böiger Wind begleitete die Pilger aus dem Seebachgrund am letzten Wegdrittel
während der Fußwallfahrt von Reuth/Weisendorf zum berühmten Wallfahrtsort im Herzen der
Fränkischen Schweiz. Trotz der wetterbedingten Erschwernisse war der Elan der Bittgänger nicht zu erschüttern.
Im Gegenteil, stolz und innerlich freudig erregt, zog nach gut 15 Stunden flotten Schrittes die knapp 2
Dutzende umfassende Pilgergruppe sofort nach der Ankunft im Wallfahrtsort mit festlichem Zug in das der Heiligen Dreifaltigkeit geweihte Gotteshaus mit dem Danklied:
„Sei gelobt und hoch gepriesen“ ein. Nach kurzer Meditation und Fürbitten wurde der Mutter Gottes mit dem kräftig gesungenen „Meerstern ich dich grüße“ gehuldigt. Auch die weiteren zur gleichen Stunde anwesenden Kirchbesucher stimmten begeistert jeweils in den Gesang mit ein.
Gößweinstein erfreut sich schon seit gut 500 Jahren zahlreicher Wallfahrten, alljährlich sind es über 120 bereits registrierte Gruppen. Das imposante Bauwerk ist ein Werk von Balthasar Neumann, erbaut von 1730 bis 1739. Am 2. Mai 1948 wurde dieses Gotteshaus durch Papst Pius XII in den Rang einer „päpstlichen Basilika“erhoben.
Die Fußwallfahrt aus der Pfarrei St. Josef Weisendorf selbst ist erst vor einem Jahrzehnt ins Leben gerufen worden, zunächst zum Andenken an den zu früh verstorbenen Otto Schacher aus Reuth.
Der Termin hat sich seither nicht verändert: Alljährlich am dritten Samstag im Mai findet dieser Bittgang statt. Treffpunkt hierzu ist jeweils die Marienkapelle in Reuth. Nach einem Bittgebet wird pünktlich um 1.30 Uhr gestartet. In diesem Jahr wurden die Fußgänger von drei Radlern, so dem Wallfahrtsführer Georg Seitz, Alfons Mayer und dem Großenseebacher Kreisrat Valentin Schaub, begleitet.
Erster „technischer Halt“ ist dann in Effeltrich, wo alljährlich direkt neben der Kirchenburg eine Frühstückspause eingelegt wird. Nächster Halt ist dann in Mittelehrenbach. Traditionsgemäß wurde auch in diesem Jahr wieder ein Dankgottesdienst in der Filialkirche St. Wendelin abgehalten, zelebriert von Pfarrer Herwig Gössl aus Weisendorf. Danach ohne Pause, quer durch die „Fränkische“, war dann gegen 16 Uhr bei nasskalter Witterung das ersehnte Ziel erreicht. Der Höhepunkt folgte in der Wallfahrtskirche. Fränkische Wallfahrtsfrömmigkeit lebendig zu erhalten, das haben sich alle Teilnehmer ins Herz geschrieben. „Auch in 2007 werden wir wieder diese Pilgerung gerne auf uns nehmen“, war sich Seitz mit den Teilnehmern einig.

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