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Fußwallfahrt von Weisendorf nach Gößweinstein

Gößweinstein_2007
Datum:
Veröffentlicht: 25.5.07
Von:
V. Sch.

Während im vergangenen Jahr die Pilger der St.Josef Pfarrei Weisendorf auf ihrem Fußwallfahrt nach Gößweinstein Regen und böigem Wind ausgesetzt  waren, herrschte diesmal eitel Sonnenschein. Höchst erfreut darüber, war nach insgesamt 15 Stunden flotter Wanderung zwar schweißtreibend aber dennoch hoch beglückt das Ziel erreicht. Zwei Dutzend Gläubige, darunter auch eine handvoll evangelischer Christen, zogen ohne Verzögerung sofort gemeinsam freudestrahlend in die berühmte der Heiligen Dreifaltigkeit geweihten Wallfahrtskirche ein. Traditionsgemäß wurde folgerichtig als erstes Lied „Sei gelobt und hoch gepriesen, heiligste Dreifaltigkeit“ angestimmt und kräftig gesungen. Auch weitere mehr als 100 Kirchbesucher stimmten spontan mit ein. Nach einer Meditation und Fürbitt- und Dankgebeten,  vorgetragen von Hans Kreiner, wurde mit mehreren Strophen der Mutter Gottes mit dem:  „Meerstern ich dich grüße“ – gehuldigt Gößweinstein erfreut sich schon seit gut 500 Jahren zahlreicher Wallfahrten, alljährlich sind es über 120  bereits registrierte Gruppen. Das imposante Bauwerk ist ein Werk von Balthasar Neumann, erbaut von 1730 bis 1739. Am 2. Mai 1948 wurde dieses Gotteshaus durch Papst Pius XII in den Rang einer „päpstlichen Basilika erhoben.  Die Fußwallfahrt aus der Pfarrei St. Josef Weisendorf selbst war erstmals 1993 durchgeführt worden. Anlass dazu war der frühe Tod von Otto Schacher, ihm war der Bittgang. Seit dieser Zeit besteht die Fußwallfahrt, die jeweils am dritten Samstag im Mai abgewickelt wird und sich steigender Beliebtheit erfreut. Treffpunkt ist stets die Marienkapelle in Reuth. Dort pünktlich um 1.30 Uhr wird nach einigen Gebeten um unfallfreie Hinreise und Heimkehr gemeinsam gewissermaßen der Reisesegen erbeten wird. Flotten Schrittes geht es dann gen Osten, meist über Waldwege wird dann der Regnitzgrund erreicht.  Erster „technischer Halt“ ist traditionsgemäß in Effeltrich, wo alljährlich direkt neben der Kirchenburg das Gasthaus zur Linde den Gästen aus dem Seebachgrund bereits um 6 Uhr für eine Frühstückspause öffnet. Dann bereits in der Fränkischen Schweiz angekommen, wurde auch diesmal wieder in der St. Wendelin-Kirche Mittelehrenbach um 8.30 Uhr gefeiert. Diesmal zelebrierte die Messe Reverend James, in 2006 war Pfarrer Herwig Gössl hierzu eigens in die Fränkische Schweiz gekommen. Vorher, seit Beginn der Wallfahrt, war es stets Pfarrer Leo Meyer von der St. Bonifaz-Kirche Erlangens, der zu dieser Stunde den Bittgängern den kirchlichen Segen erteilte. Der weitere Weg führte auf den seit Jahren begangenen Pfaden, quer durch die „Fränkische“, ehe dann nach „Berg und Tal“ das ersehnte Ziel – eben der Wallfahrtsort – gegen 16.30 Uhr erreicht. Müde, aber dennoch glücklich folgte dann der Schlussakzent in der berühmten Kirche. Neben den Fußgängern haben auch in diesem Jahr mehrere Radler an der Wallfahrt per Pedes teilgenommen. Fränkische Wallfahrtsfrömmigkeit lebendig zu erhalten, das haben sich alle Teilnehmer ins Herz geschrieben. „Auch in 2008 werden wir wieder dabei sein“, so unisono Georg Seitz und Alfred Vahrmann, die wieder gemeinsam die Organisation übernommen hatten.

Gößweinstein_2007
Gößweinstein_2007