Gemeinsamer Gottesdienst im Seelsorgebereich

Am Sonntag, 16.10., fand in St. Magdalena der gemeinsame Gottesdienst der fünf Pfarreien im Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund statt.
Der neue Leitende Pfarrer Michael Pflaum gestaltete gemeinsam mit dem Team der hauptamtlichen Mitarbeitenden den Gottesdienst. Thema war das institutionelle Schutzkonzept, das gemeinsam im Seelsorgebereich erarbeitet wird, ebenso wie in der gesamten Erzdiözese.
Eindrücklich führte die Stellungnahme einer jungen Frau und ehemaligen Ministrantin aus St. Magdalena zum Thema hin. Diese schilderte ihre Zerrissenheit mit der Kirche angesichts der großen moralischen Verfehlungen bei den Missbrauchsfällen von katholischen Priestern und den vielen anderen gesellschaftlichen Vorwürfen, mit denen sich die Kirche konfrontiert sieht. Viele Menschen wenden sich von der Kirche ab. Die junge Frau bleibt in der Kirche, auch wenn viele Gleichaltrige austreten. Sie begründet dies mit ihren eigenen positiven Erfahrungen in Kindheit und Jugend, wo ihr die Zugehörigkeit zur Pfarrei, zu den Ministranten und im Chor von St. Magdalena viel für ihr Leben gegeben haben.
Mit dem Schutzkonzept möchte die Erzdiözese wie auch jede einzelne Pfarrei alle Verantwortlichen dafür sensibilisieren, das sich alle Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, in der Kirche willkommen, sicher und geschützt fühlen können gemäß dem Bibelwort „Gebt auf einander acht“.
Rudolf Dellermann sprach im Namen des Seelsorgebereichsrats, der seit dem Frühjahr im Amt ist, und bedankte sich bei den Mitgliedern des Übergangs-Seelsorgebereichsrates, die in den letzten Jahren die Gründung des Seelsorgebereichs und den Zusammenschluss der Pfarreien gemeinsam mit vorbereitet und begleitet hatten.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es von Pfarrer Pflaum noch einen kurzen Impuls zum Schutzkonzept, bevor alle Anwesenden zu einem Empfang und Austausch im Pfarrsaal eingeladen waren.
