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Kirchweih 2025 in Weisendorf – Wir sind gemeinsam die Kirche!

Kirchweih 2025
Datum:
Veröffentlicht: 1.9.25
Von:
Sandra Ebersberger

Die Kirchweih-Feierlichkeiten starteten mit der ökumenischen Andacht an der Friedenslinde neben der evangelischen Kirche. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die Ortsmadle und -burschen sowie der Posaunenchor umrahmten den Platz rund um die Linde. Die ökumenische Andacht wurde vom Ökumene-Team aus den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden vorbereitet und von Kaplan Christian Wohlfahrt und Marco Winkler gemeinsam fränkisch gestaltet. Der Kaplan erinnerte an die Andacht vor einem Jahr, als „einer mit Bauhelm do wor“ – und nahm das Bild von den Bausteinen für die Kirchengemeinde nochmals auf. Marco Winkler trug die Lesung in fränkischer Fassung vor. Mit der Andacht war Kaplan Christian Wohlfahrt zum letzten Mal in Weisendorf und im Seebachgrund im Einsatz und er wurde mit einem kleinen Geschenk und mit vielen guten Wünschen für seine künftige Pfarrstelle in der Fränkischen Schweiz vom Ökumene-Team herzlich verabschiedet.
Nach der Andacht zogen alle vor zum Marktplatz, wo der Fassanstich durch Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein folgte und sowohl die Musik als auch Kerwasburschen und -madle auf Kerwaslieder umstellten, da das Feiern genauso zur Kirchweih dazugehört.
Am Samstag beging Pfarrer Johannes Saffer in der Kirche St. Josef im Festgottesdienst, begleitet von acht Ministrantinnen und Ministranten und festlichen Orgelklängen von Claus Keller, die Feier der Kirchweihe. In seiner Predigt ging er darauf ein, dass wir alle die Kirche sind und das Gesicht der Kirche zeigen - das Verhalten von jedem Einzelnen prägt das Bild von Kirche nach außen. Er rief zu achtsamer und gewaltfreier Kommunikation auf – die Art und Weise im Umgang miteinander war ein Erkennungsmerkmal der Christinnen und Christen und die Weihe der Kirche ist Anlass, daran zu erinnern.
Im ökumenischen Kirchweihgottesdienst am Sonntag im Festzelt wurde dieser Bogen noch einmal aufgespannt. Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein trug die Lesung von der Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus „auf fränkisch vor“ und in der Predigt blickten Pfarrerin Elisabeth Weichmann und Marco Winkler von oben auf der Leiter wie Zachäus vom Baum herab und schauten auf die Gemeinde und das eigene Leben – und auf den Sinn der Kirchweih. Pfarrer Johannes Saffer sorgte für die Sicherheit auf der Leiter und hielt diese fest. „Kerwazeit ist Umkehrzeit“ im besten Sinn, so fasst es Pfarrerin Weichmann zusammen.
Am Ende gab es kräftigen Applaus für die musikalische Gestaltung von Ekkehard Koch und dem evangelischen Posaunenchor sowie für das ganze Ökumene-Team, die gemeinsam mit dem Pfarrer-Team den gemeinsamen Gottesdienst vorbereitet und für alles von der Dekoration der Bühne bis zum Bier zum Anstoßen gesorgt hatten!