„Kräuterhexe“ Karin Berner bei dem Seniorenkreis

An die 30 Kräuter aus ihrem eigenen Garten hatte Karin Berner mitgebracht, ließ sie beschnuppern und probieren und berichtete über die teils erstaunlichen Heilwirkungen von Kräutern, die viele als Gartenunkraut abtun und ausrupfen. Unsere Großeltern wüssten da schon besser Bescheid – und brauchten deshalb nur einen Bruchteil der heutigen Medikamente, mit denen wir uns eindecken.
Die Wirkungen der Kräuter sind so vielfältig, dass Frau Berner nur einige aufführen konnte. So sind Brennnesselspitzen im Frühjahr mit das Beste, was es für Blutreinigung, Entwässerung und Wachstum von Haaren und Nägeln gibt. Brunnenkresse ist ein natürliches Antibiotikum mit Jod, Kalium und Vitaminen A, C, D und E. Gänseblümchen, die Blätter mit ihren Gerb- und Bitterstoffen im Salat sind Krebs vorbeugend, die gelben Fruchtkörper in Kräuteressig – evtl. vorher noch gekocht - Kapernersatz. Und wer regt sich nicht über das wuchernde „Unkraut“ Giersch auf? Es ist besser als Blattpetersilie, ideal für Pesto – mit Olivenöl mixen – blutreinigend und Stoffwechsel fördernd. Wer wusste, dass man aus den frischen und noch hellgrünen Fichtennadelspitzen Medizin machen kann? Kamille für Magen und Darm – mit Honig und Öl fürs Wannenbad – und Kerbel(baut Fette ab) sowie blutdrucksenkender Lavendel. Auch Löwenzahn für Salat und diverse Minzen sowie Melde, Zitronenmelisse gibt es in Berners Garten, krampflösender Rosmarin und entzündungshemmender und wundheilender Salbei. Hustentee aus Spitzwegerich, entspannender Thymian, Balsamstrauch für Kehlkopfentzündungen, Vogelmiere, Ysop, Knoblauchskraut(statt Schnittlauch in Salate) erntet Frau Berner und Basilikum, Majoran und Estragon fehlen in ihrem Garten auch nicht.
Früher war Frau Berner Krankenschwester, doch sie fand, dass es besser ist, gesunden Menschen zu helfen, gesund zu bleiben statt kranke gesund zu machen. Dazu gehört auch die Klangschalentherapie, die sie anbietet.
Die Senioren waren sehr angetan und stellten viele Fragen, bevor sie Frau Berner mit herzlichem Beifall entließen.
Ortwin Fischer

