Mit Sternwallfahrt erster großer Treff im Pfarreienverbund Erlangen Nord-West

„Wir machen uns auf den Weg“, so der Text des Liedes zum Beginn der Sternwallfahrt, das von den Pilgern aus den Pfarreien Weisendorf und Hannberg mit Filiale Großenseebach gesungen wurde. Zur gleichen Stunde starteten aber auch Pfarrangehörige in großer Zahl aus der Pfarrei St. Mauritius Röttenbach mit Filialkirche „Maria Königin“ Hemhofen nach Dechsendorf. Erstmals fanden sich so die Gläubigen im neuen Seelsorgebereich - dem Pfarreienverbund Erlangen Nord-West – zu einer gemeinsamen Liturgiefeier in der Kirche „Unsere liebe Frau“ in Dechsendorf. Strahlender Sonnenschein zu frühmorgendlicher Stunde und ebenso beim Rückweg begleitete die Bittgänger bei Gebeten und Liedern mit Blasmusik auf ihren Wegen nach Dechsendorf. Mit viel Freude empfing die Pilger „Hausherr“ Pfarrer Hans- Werner Schmer zunächst am Portal der Kirche mit Weihwasser, anschließend zu Beginn der Liturgiefeier im übervoll besetztem Gotteshaus samt angrenzender Marienkapelle begrüßte er eigens die Ministranten – immerhin 62 an der Zahl – besonders auch die zahlreichen Kinder und Jugendlichen mit herzlichen Dankesworten. Er fand es „äußerst positiv“, dass die Pfarreiengemeinschaft ausgerechnet am Weltmissionssonntag mit der gemeinsamen Feier sich erstmals näher kennen lernen konnte. Schmer verwies auf die Thematik des Tages: „Ich lasse Dich nicht fallen“. Christen seien aufgefordert, gegen die Not – insbesondere der Aidsseuche – in Ostafrika einzutreten. Gefordert seien die Christen auch hier in der Heimat: „Wir müssen die Kräfte bündeln in unserem Seelsorgebereich und im Vertrauen auf Gottes Hilfe wird dies auch gelingen“, so Schmer. Künftig werde „über Pfarreigrenzen hinweg“ das Gemeinsame gesucht, jeder soll seinen Anteil leisten. „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“, versicherte Schmer, was mit Beifall aufgenommen wurde. Mit Pfarrer Herwig Gössl Hannberg, Reverend James Nangachiveettil Weisendorf, Pfarrer Joan Vinyeta-Punti Röttenbach/Hemhofen und Pastoralreferent Christian Lauger zelebrierte er das Hochamt, das gesanglich mit Liedvorträgen des Familienchors aus St. Josef Weisendorf und der Mauritius- Chorgemeinschaft musikalisch bereichert wurde. Sowohl bei den Lesungen, den Fürbitten als auch der Opferbereitung beteiligten sich Gläubige aus allen vier Pfarreien, verbreiteten hierbei bereits das „Wir“-Gefühl. „Das christliche Miteinander“ stellte Pfarrer Vinyeta-Punti in den Mittelpunkt seiner Predigt. „Wir werden uns in Zukunft von alten Gewohnheiten verabschieden müssen“, so in seiner Ausschau in die Zukunft der künftigen Seelsorgearbeit in den Seebachgrundpfarreien. Es gebe zwar nach wie vor trotz allem noch Unterschied. „Doch es muss ein gemeinsamer Weg, ein gemeinsames Ziel – das uns zu Jesus Christus führt – sein“. Zum Friedensgruß erklang das Lied: „Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst: Niemand ist da“. Noch vor der Segenserteilung durch Pfarrer Gössl dankte Kirchenpfleger Konrad Leipold „für das großartig gelungene erste gemeinsame Miteinander mit Liturgiefeier“. Und mit seiner Einladung zur anschließenden Agape im Pfarrheimsaal, Kindergarten und im sonneüberfluteten Pfarrhof stieß er auf offene Ohren. Mit einer Präsentation über das aktive Leben in ihren Pfarrgemeinden stellten sich die einzelnen Pfarreien nach dem Gottesdienst vor. Danach waren beste Voraussetzungen zum gegenseitigen Gedankenaustausch und besseren Kennen lernen gegeben, ehe nach der Schlussandacht die Gläubigen zu ihren Heimatorten zurückkehrten.



