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Ökumenischer Gottesdienst in unserer Pfarrkirche

Januar2011
Datum:
Veröffentlicht: 23.1.11
Von:
Heinrich Schmidt

Pfarrer Lars Rebhan konnte zum ökumenischen Gottesdienst in unserer Pfarrkirche eine große Zahl von Gläubigen aus beiden Gemeinden begrüßen sowie – als Vertretung für den erkrankten Kollegen Lechner–Schmidt - Frau Pfarrerin Maria Reichel. Ein besonderer Gruß galt dem ev. Posaunenchor unter Leitung von Dieter Schmerler, der sich in St. Josef schon richtig zuhause fühlt und ohne Probleme die Kirche mit seinem Klang füllte.
Gebetstexte und die Predigt von Pfarrerin Reichel waren auf die Lesung aus der Apostelgeschichte( Apg 2,42) ausgerichtet, in der geschildert wird, wie in der ersten Gemeinde in Jerusalem zusammen geglaubt, gefeiert und gebetet wurde, eine Vision für die Gemeinde von heute und Vorbild für ein intaktes und ideales Gemeindeleben. Und die Apostel haben es so überzeugend geführt, dass täglich neue Gemeindeglieder dazukamen. Es geht auch nicht darum, wie Frau Reichel ausführte, wehmütig auf die alten Zeiten zurückzublicken sondern in Erinnerung an die gemeinsamen Wurzeln mutig die Zukunft zu gestalten. „So war es früher und heute müssen wir unseren Weg finden“. Die Lehre der Apostel, die Gemeinschaft – „wir seufzen heute mehr als gemeinsam zu feiern!“ -, das Brotbrechen und das Gebet, das seien unsere gemeinsamen Wurzeln, die Grundmauern der Kirche von heute. Mit dem Brotbrechen ist natürlich das Abendmahl gemeint, das zur Gemeinschaft dazugehört. „Die christliche Gemeinde versammelt sich und vollzieht das Vermächtnis. Tischgemeinschaft, Brot und Wein als Zeichen der Nähe Gottes.“ Doch beim Brotbrechen hätten es die Christen über die Jahrhunderte leider geschafft, aus dem Zeichen der Einheit ein Merkmal der Verschiedenheit zu machen. Das himmlische Bild einer Gemeinde sei eine Vision, die Worte des Evangelisten Lukas, der die Apostelgeschichte geschrieben hat, sollen uns wach machen für das Neue, das unter uns wachsen kann. „Ecclesia semper reformanda“, wie Luther gesagt hat, die Kirche erneuert sich stets, um zu ihrem Kern, dem eigentlichen Wesen, zurückzufinden, zur Einheit, wie sie in Jerusalem gelebt wurde.
Noch warten die Christen auf das äußere Zeichen, die Mahlgemeinschaft, zwar an der Basis vielfach praktiziert, von der r. k. Amtskirche jedoch noch nicht akzeptiert.

Ortwin Fischer

Januar2011
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