Ostern im Heiligen Jahr 2025 – Pilger der Hoffnung

Mit der Feier der Osternacht fand der „große Gottesdienst“, der am Gründonnerstag mit der Messe zum letzten Abendmahl seinen Anfang genommen hatte und mit der Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu am Karfreitag fortgeführt wurde, seinen Abschluss mit dem Licht der neuen Osterkerze, die am Osterfeuer vor der Kirche entzündet wurde und die dunkle Nacht erhellte.
Das Leitmotiv des Heiligen Jahres 2025 „Pilger der Hoffnung“ durchzog den großen Gottesdienst in allen Teilen. Jesus hatte beim letzten Abendmahl mit der Fußwaschung ein Beispiel gegeben – das gab ihnen Hoffnung. Und auch der Karfreitag ist mit dem Gedenken an Leid und Tod im Leben aller Menschen auszuhalten mit einem Funken Hoffnung. Hoffnung, die sich an Ostern zeigt.
Die vier Lesungen in der Osternacht von der Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis, der Zug der Israeliten durch das Rote Meer aus dem Buch Exodus, die Worte des Propheten Jesaja und die Botschaft des Apostels Paulus weisen auf das unmöglich geglaubte hin. Spürbar wurde dies im Gloria mit lauten festlichen Klängen und dem Erstrahlen aller Lichter in der Kirche. Der Kirchenchor umrahmte feierlich die Messe, besonders mit dem festlichen Halleluja vor dem Evangelium.
In seiner Predigt ging Pfarrer Johannes Saffer darauf ein, wie die Frauen im Evangelium das leere Grab vorhanden und nur zwei Männer in leuchtenden Gewändern – als Zeichen für Gott – antrafen. Ihre Botschaft an die Frauen „Er ist nicht hier. Er ist auferstanden!“ veränderte alles - nicht sofort, aber es war die Botschaft der Hoffnung für die Frauen und die Jünger Jesu. Noch immer gibt es Leid auf der Welt und Kriege – die Osterbotschaft macht all das nicht ungeschehen, aber sie schenkt eine unglaubliche Hoffnung, dass es am Ende doch noch gut werden kann. Hoffnung ist keine Gewissheit und ohne Beweis. Hoffnung bedeutet Zuversicht und Gewissheit für die Zukunft für unser Leben. Hoffnung kann die Welt verändern und in diesem Heiligen Jahr sind wir alle besonders eingeladen, Pilger der Hoffnung zu sein!
Die Kirche war zur Feier der Osternacht voll besetzt und Pfarrer Saffer bedankte sich am Ende des Gottesdienstes herzlich bei allen, die in den drei Teilen des Großen Gottesdienstes mitgewirkt hatten und die Kirche so festlich hergerichtet hatten – von den Ministrantinnen und Ministranten über die Mitwirkenden in Schola und Kirchenchor sowie den Organisten Detlef Janssen und Claus Keller bis hin zu den Mesnern, die alles wunderbar vorbereitet hatten und den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. Und zum Abschluss der Messe entließ Pfarrer Saffer die zahlreichen Gemeindemitglieder mit einem herzlichen Osterlachen zu seinem Fußball-Osterwitz zur Agape auf dem Pfarrhof.
Frohe Ostern – Christus ist auferstanden, er ist wirklich auferstanden!