Pater Dr. Stefan Szavy nach halbjährigen seelsorgerischen Einsatz in den Seebachgrundpfarreien Hannberg u. Weisendorf nun zurück in polnische Heimat

„Ich komme gerne wieder, ja sogar sehr gerne“, so Pfarrer Dr. Stefan Szavy, der nun nach über fünf Monaten seelsorgerischen Wirkens in den Seebachgrund-Pfarreien (Seelsorgebereich Erlangen-Nordwest) nach dem Abschiedsgottesdienst am Sonntag in der Kirche St. Michael Großenseebach. Wenige Stunden später stand die Heimreise in die polnische Heimatstadt Posen (polnisch: Poznan) bevor. Dort in der Bischofsstadt mit über 600 000 Einwohnern ist der nun 39-jährige Szavy aufgewachsen, hat dort die Schule besucht und nach erfolgreicher Abitur-Abschlussprüfung (1989) sich in einem Kloster dem Theologiestudium gewidmet. 1996 wurde er im Dom zu Posen zum Priester geweiht. Erste Station seines priesterlichen Wirkens war dann im polnischen Marien-Heiligtum Tschenstochau, dann war er drei Jahre als Kaplan insbesondere im seelsorgerischen Dienst für Kinder- und Jugend-Gottesdienste mitverantwortlich. Ab 2000 begab sich der Jungpriester wieder auf die Hochschule und studierte in Warschau nun die nächsten fünf Jahre Philosophie, wo er die Seminararbeit mit dem Dr.Titel abschloss. In diesen Jahren war er jeweils während großen Ferien stets im August im seelsorgerischen Dienst als Urlaubsvertreter an deutschen Pfarreien tätig. Den Anfang machte er hierbei in Steinwiesen bei Kronach. „Wo es mir auch sehr gute positive Erkenntnisse gewonnen habe“. 2006 nahm verbesserte er seine Deutschen Sprachkenntnisse durch ein fünfmonatiges Seminar am Goethe-Institut in Schwäbisch Hall mit der Konsequenz, dass er nun nahezu akzentfrei die deutsche Sprache beherrscht. In letzten Halbjahr konnte er nun als Priester an der Seite von Pfarrer Herwig Gössl und Reverent James „auch das Innenleben“ der Seebachgrundpfarreien mit erleben. „Ich konnte so großen Einblick in die Vielfalt der Aufgaben gewinnen und bin beeindruckt“, gesteht Szavy. Sehr inspiriert haben ihn die vielen Gespräche mit Gremien, so auch die Gestaltung der Sitzungen im Pfarrgemeinderat oder Pfarrverwaltung. Gottesdienste zelebrierte er auch in den Nachbar- Pfarreien „Unsere Liebe Frau“ Erlangen-Dechsendorf, wie auch in der St.Mauritius-Pfarrkirche Röttenbach ebenso auch in der Filiale „Maria Königin“ Hemhofen. Versteht sich, dass nicht wenige der Glanzpunkte im engen Zusammenhang mit den umfangreichen Feiern das Bistumsjubiläums standen. Versteht sich, dass er in seiner Freizeit auch sehr gerne den Dom und die Kirchen in der Bistumsstadt Bamberg aufsuchte. Hohes Lob zollt er Pfarrer Gössl (Szavy: „Mit ihm bestand immer ein brüderliches Miteinander in stets freundlicher und herzlicher Atmosphäre“). Dass nun „die Stimme des so freundlichen Doktors“ nun in den Gottesdiensthäuser von Weisendorf, Großenseebach und Hannberg nun nicht mehr zu hören ist, wird seitens aller Gottesdienstbesucher trotz allen Verständnisses sehr bedauert. Zurück in seiner Heimat, wird Szary ab September wieder mit seinem Lieblingsfach Philosophie beschäftigen und seine Kenntnisse vertiefen. Welche priesterlichen Aufgaben ihm erwarten, bekommt er erst nach der Rückkehr mitgeteilt. Zuhause trifft er sich wieder mit Mutter. Sein Vater war Lokomotivführer, verunglückte tödlich im Dienst (1974), als er gerade 6 Jahre alt war. In Posen gibt es nun auch wieder ein Wiedersehen mit dem vier Jahre jüngeren, jedoch an Krebs erkrankten Bruder. Beim Abschlussgottesdienst wurde für dessen Genesung in der St. Michael-Kirche eigens gebetet. Auch wurde aus diesem Anlass eine Geldsammlung durchgeführt.