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Paulus aus Tarsus - vom Christenverfolger zum Apostel und Märtyrer

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Datum:
Veröffentlicht: 26.1.09
Von:
Heinrich Schmidt

So der Titel des Theaterspiels über das Leben des hl. Paulus, dass in beeindruckender Weise - aktuell zum Paulusjahr - von der Passionsspielgemeinschaft Scheinfeld inszeniert wurde. Etwas mehr als hundert Besucher konnte Oskar Klinga, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats der katholischen Pfarrei Hannberg, in der Großenseebacher Mehrzweckhalle willkommen heißen.
Saulus, ein glaubenstreuer Jude - in der Hauptrolle von Alfons Lang gespielt - ist zunächst ein gefürchteter Verfolger der Anhänger der noch jungen christlichen Gemeinden. Verfolgung und Mord sorgen für Angst und Schrecken. Dann aber die Wende: Die Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Saulus wird zu Boden geworfen und - erblindet - nach Damaskus geführt. Er wird von Ananias geheilt und getauft. Jetzt Christ und Missionar wird er nun selbst verfolgt. Er muss flüchten. Nach dreijähriger Zurückgezogenheit in Arabien kehrte er zur Urgemeinde nach Jerusalem zurück, wo er auf Barnabas traf. Es folgen die Begegnung mit den Zeitzeugen für Jesus Christus, nämlich den Aposteln Petrus und Jakobus. Seine Mission als Verkünder der neuen Lehre führte ihn zunächst nach Zypern und Kleinasien. Ein Apostelkonzil zeigt auf, dass es konkurrierende Parteien in der jungen Kirche gibt. Insbesondere Petrus war sein Gegenspieler. Es ging um die Nicht-Verleugnung der jüdischen Wurzeln. Auf seiner dritten Missionsreise geschehen legendäre Ereignisse: Er lässt den Elymas erblinden; ein Lahmer wird geheilt. Paulus und sein Begleiter sollen als Götter verehrt werden. Paulus wird in Jerusalem gefangen genommen. Wegen seines römischen Bürgerrechts wird er nach Rom überstellt, jedoch nicht verurteilt. In Rom, wird er wegen seines standhaften Glaubens und Verkünder der Lehre verfolgt. Unter Kaiser Nero - bekannt für seine brutale Christenverfolgung - fand er im Jahre 64 den Märtyrertod.
Das Theaterspiel wurde musikalisch vom Scheinfelder VHS-Flötenquartett umrahmt.
Nach rund einstündiger, beeindruckender Darbietung war am Ende für die knapp dreißig Personen umfassenden Spielgemeinschaft ein lang anhaltender Beifall sicher hoch verdient.

Inszenierung und Regie: Renate-Ursula Guhr-Iwantscheff

(Text )
Valentin Schaub; Hans-Dieter Wintrich

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