Pfarreien-Bittprozession zu St. Valentin Obermembach

Aufkommender Regen, Sturm und selbst Donnergrollen konnten am Montagabend die
Gläubigen aus dem Seebachgrund nicht davon abhalten, von der Pfarrkirche Maria Geburt Hannberg wie auch aus der St.Josef Pfarrei Weisendorf sich an der Bittprozession nach Obermembach zu beteiligen. Am Ziel, der St.Valentins-Kapelle wurde eine Dankmesse abgehalten.
Dass sich hier das Wetter nun noch von der guten Seite zeigte, empfand nicht nur Pfarrer Herwig Gössl – der zusammen mit Pfarrer James die Liturgiefeier zelebrierte – „als Geschenk des Himmels“.
Die Teilnehmer aus der Maria-Geburt-Pfarrei starteten den Bittgang ab der Pfarrkirche in Hannberg. Der Weg führte nach Großenseebach, wo ab der St. Michael-Kirche zahlreiche Pilger und auch die Jugendkapelle der örtlichen Feuerwehr hinzu stieß, so dass fortan die Liedgesänge mit festlicher Musik verschönert wurden. Insgesamt knappe sieben Kilometer Hinweg – der zumeist durch den schützenden Wald führte – mussten von den Hannberger Teilnehmer bewältigt werden.
Für die Gläubigen aus der Pfarrei Weisendorf war der Sammelpunkt in Reuth, wo von der Marien-Kapelle aus die Prozession mit Pfarrer James – ebenfalls zum größten Teil durch Forstgebiet – gestartet wurde. Nach einer kurzen Pause wurde der Rückweg bei nun einbrechender Dunkelheit angetreten. Aufgekommener Nieselregen konnte die Teilnehmer nicht davon abhalten, in gleicher Weise und echt fränkischer Frömmigkeit den Rückweg mit Bitt-, Dank- und Lobgebeten undfrohgestimmten Liedern anzutreten und jeweils biszum Zielpunkt zu Ende zu bringen.
Auch an den zwei folgenden Tagen folgten weitere Bittgänge, jeweils von der Pfarrkirche in Hannberg aus. Am Dienstagabend war das Ziel die St. Ottilien- Kapelle in Hesselberg und am Mittwoch wallten die Gläubigen von Hannberg und von der Großenseebacher Filialkirche nach Großdechsendorf, wo diese von Pfarrer Hans-Werner Schmer empfangen wurden und anschließend gemeinsam Liturgie feierten. Noch bis vor drei Jahrzehnten war Großdechsendorf zur Pfarrei Hannberg zugehörig. Mit dem Bau eines neuen Gotteshauses und der ständig gewachsenen Bevölkerungszahl wurde dann anfangs der siebziger Jahre dem Wunsch der Dechsendorf nach Einrichtung einer eigenständigen Pfarrei Rechnung getragen.
Am Freitag wurde in der Marienkapelle in Reuth ein Bittgottesdienst gefeiert. Die Prozession von Weisendorf nach Reuth konnte wegen des schlechten Wetters nicht statt finden.