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Praktikant Christian Körber in unserer Pfarrei

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Datum:
Veröffentlicht: 11.3.10
Von:
Heinrich Schmidt

Seit 1.3. ist er da, Christian Körber, Jg. 1976, und wird bis Ostern bleiben, um Pfr. Rebhan über die Schulter zu schauen und dabei einen kleinen Einblick von dem zu gewinnen, was ihn als Priester erwartet, wenn er in 3 ½ - 4 Jahren die Priesterweihe erhält.
Geboren in Mandlau, einem 40 Einwohner-Ort in der Nähe von Pottenstein, 6 Geschwister – darunter einen eineiigen Zwillingsbruder -, die Eltern sind Landwirte und haben den Hof inzwischen an einen Bruder übergeben. Mit den 8 Kühen wird hauptsächlich Milchwirtschaft betrieben, bei den derzeitigen Preisen nichts zum reich werden. Ein Bruder ist Comboni-Missionar im Sudan, eine Schwester als Sozialpädagogin für Missio Aachen tätig.
Mandlau ist stark in Traditionen verwurzelt, früher rein katholisch. Christian ist sehr naturverbunden und sah die Natur seit jeher als großartige Schöpfung Gottes. Nach Grund- und Hauptschule in Pottenstein erlernt er den Schreinerberuf, der ihm auch viel Freude macht – aber er merkt, dass er mehr will. So beschließt er, das Abitur nachzuholen, geht mit 21 auf das Theresianum in Bamberg und sucht dort seinen richtigen geistigen Weg. Es schließt sich ein Theologie-Studium an, nach dem Vordiplom Postulat bei den Kapuzinern mit anschließendem Noviziat. Dann fällt die Entscheidung: er will Priester in der Diözese werden und setzt das Studium am Priesterseminar in Würzburg fort. !9 Studenten gibt es dort z. Zt. – der Regens ist der ehemalige Pfarrer von St. Josef, Herwig Gössl - , davon 7 vom Bistum Bamberg. Nach 1 ½ bis 2 Jahren Studium folgt die Diakonsweihe, 1 Jahr später die Priesterweihe.
Mit dem Zölibat hat der 34-jährige keine Schwierigkeiten, er freut sich auf den priesterlichen Dienst, ist offen für die Ökumene im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten und findet es wichtig, der Jugend zu zeigen, dass das Priestertum auch heute noch einen besonderen Wert hat und Bewahrung verdient. Aber geschreinert wird immer noch, sobald er Zeit dazu findet.

Ortwin Fischer