Schizophrenie in der FDP ? - oder: ein "Kreuzzug" gegen die Kirche
Der Landesparteitag der FDP ruft nach Trennung von Staat und Kirche - ein Vorstoß gegen Kreuze in Klassenzimmern, konfessionell gebundene Theologie an den Universitäten, ja sogar gegen Religionsunterricht als Lehrfach ! (vgl. Art. in den Nürnberger Nachrichten vom 27.09.2010) Dieser "Kreuz-Zug" der bayerischen Liberalen gegen die Kirche soll das Profil der FDP in Bayern stärken, wenngleich er nur in Teilen verabschiedet wurde. Erschreckend ist dabei, dass Herr Jörg Rohde, wohnhaft im Seebachgrund und Vizepräsident des Bayer. Landtages, "sich noch etwas mehr gewünscht" hätte. Konträr dazu stehen Wahlplakate der FDP bei der letzten Kommunalwahl in Heßdorf, die ganz selbstverständlich die Silhouette der Hannberger Wehrkirche integriert hatten - ein eindeutiges Symbol christlichen Glaubens im Seebachgrund.
Nicht dass ich etwas dagegen hätte, wenn sich unsere Liberalen heimatverbunden mit dem christlichen Glauben identifizieren. Dann aber sollte im Großen der Partei nicht eine Profilierung auf Kosten der Kirchen in unserem Land versucht werden.
Christliche Symbole und Glaubensweitergabe in Kindergärten und Schulen sind im Seebachgrund nicht nur Kultur und Tradition, sondern bilden für die große Mehrheit eine wesentliche Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, Denkens und Handelns.
Pfarrer Lars Rebhan, Hannberg/Weisendorf
Vgl. dazu auch den Artikel ´"Mehr-Wert" für unser Leben" von Erzbischof Ludwig Schick im Heinrichsblatt vom 17.10.2010
"Das Kreuz ist ein Symbol der Liebe, der Versöhnung und der Barmherzigkeit, es hat unsere Kultur geprägt. Der Vorstoß, die Kreuze aus unserem öffentlichen Leben zu entfernen, ist ein Vorstoß gegen unsere Tradition in Deutschland. Es darf unter keinen Umständen zugelassen werden, dass sich solche Tendenzen breitmachen. (...)
Nicht das Belassen, sondern das Entfernen der Kreuze von ihren angestammten Plätzen widerspricht der weltanschaulichen Neutralität des Staates. Wir würden unsere Geschichte leugnen und unsere Wurzeln kappen, wenn wir zulassen würden, dass die Kreuze entfernt werden. Das Kreuz, und was es symbolisisert, Versöhnung, Barmherzigkeit, Friede und Liebe, sind das Wasser, das unsere Gesellschaft tränkt und ihr Leben schenkt."
(Erzbischof Ludwig Schick)