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Steh auf und geh!

Weltgebetstag
Datum:
Veröffentlicht: 9.3.20
Von:
Margarete Zink

Das war das Motto des diesjährigen Weltgebetstags der Frauen, den wir am 06. März in St. Josef gefeiert haben und der von einem Team von Frauen aus beiden Kirchengemeinden vorbereitet wurde: Simbabwe, steh auf und geh!
Zuerst durften die anwesenden Frauen – auch einige Männer hatten sich dazu eingefunden – sagen, wo sich das Land Simbabwe befindet und wie es den Menschen dort geht. Die Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise, die unermessliche Höhen erreicht haben, und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben.
Die Gründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft sind jahrelange Korruption und Misswirtschaft. Bodenschätze konnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren immer andere.
Dass Menschen in Simbabwe aufstehen und für ihre Rechte kämpfen, ist nicht neu: Viele Jahre kämpfte die Bevölkerung für die Unabhängigkeit von Großbritannien, bis sie das Ziel 1980 erreichte. Auf dem ersten Präsidenten, Robert Mugabe, ruhten große Hoffnungen, doch er zeigte sich als autoritärer Regent. 2017 wurde Mugabe durch einen Militärputsch abgelöst.
Offiziell garantiert Simbabwes Verfassung die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dennoch dominiert noch immer vielfältige Diskriminierung. Viele zivilgesellschaftliche Organisationen kämpfen für die Umsetzung der Rechte der Frauen. Die Frauen mussten sogar Teile der Texte für den Weltgebetstag der Regierung vorlegen.
Nach der Begrüßung wurde der Weltgebetstag mit Liedern, Gebeten, Texten und Briefen der Frauen aus Simbabwe gefeiert. Simbabwe – übersetzt bedeutet das „Steinhaus“.
Die Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. In ihrem Weltgebetstags-Gottesdienst lassen uns die Simbabwerinnen die Botschaft erfahren: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.
Ein Zeichen unserer Unterstützung, damit Frauen auf der ganzen Welt selbstbestimmt leben können, ist die Kollekte, mit ihr werden weltweit über 100 Projekte unterstützt, die Frauen und Kinder stärken.
Leider konnte das Essen, das sonst immer im Anschluss stattfindet, aufgrund der Verunsicherung durch das Coronavirus nicht stattfinden.

Vielen Dank dem Vorbereitungsteam und der musikalischen Begleitung durch eine Musikgruppe, die sich immer extra für diesen Weltgebetstag trifft und probt.