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Unser Kindergarten erhielt Zertifikat als „Familienstützpunkt“

Kindergaten
Datum:
Veröffentlicht: 8.12.08
Von:
Klaus-Stefan Krieger

Erzbischof Dr. Ludwig Schick übergab den ersten zehn Kindertagesstätten ihr Zertifikat

Erzbistum stellt 600.000 Euro für weitere Familienstützpunkte bereit

„Familienstützpunkt“ dürfen sich nach einer zweijährigen Projektphase jetzt zehn Kindertagesstätten im Erzbistum Bamberg nennen. Erzbischof Dr. Ludwig Schick übergab in Bamberg den Leiterinnen und Leitern ein Schild, das ihre Einrichtungen als „Familienstützpunkt“ ausweist, und das Zertifikat, das sie dazu berechtigt. Schick kündigte an, dass das Erzbistum die Entwicklung weiterer Kindertagesstätten in den nächsten Jahren mit insgesamt 600.000 Euro finanzieren werde.

„Den Familien Vorfahrt, den Eltern Unterstützung, den Kindern alles erdenklich und möglich Gute, den Kindergärten Mehrwert und der Gesellschaft eine gute Zukunft“ – mit diesen Schlagworten umriss Erzbischof Dr. Ludwig Schick die Ziele des Projekts „Katholische Kindertagesstätten auf dem Weg zum Familienstützpunkt“. Die Erzdiözese hatte dieses Projekt als Beitrag zum 1000-jährigen Bistumsjubiläum im November 2006 mit einem Etat von 100.000 Euro gestartet. Schick dankte den zehn Kindertagesstätten, die als Modelleinrichtungen für das Projekt ausgewählt wurden, dass sie sich „mit großem Einsatz auf das Neue eingelassen“ und Arbeit, Mehrbelastung und „auch ein gewisses Risiko“ auf sich genommen hätten.

Der Erfolg des Projekts – Schick verwies auch auf den Preis „Familienfreundliches Oberfranken“ für den Caritas-Kinderhort „Leo“ in Coburg – ermutige, „nach und nach alle unsere Kindertagesstätten zu Familienstützpunkten auszubauen“. Dafür stelle der Diözesanhaushalt Sondermittel in Höhe von 600.000 Euro bereit, kündigte der Erzbischof an. Zugleich appellierte er an Freistaat, Bezirke und Kommunen, die finanzielle Förderung der Kindertagesstätten zu erhöhen und das Zahlenverhältnis „Erzieherin zu betreuten Kindern“ zu verbessern. Das sei „beste Investition in die Zukunft“.

Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein kündigte an, der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und der Caritasverband Nürnberg führten ab Januar eine erste Fortbildung durch, die Kindertagesstätten befähige, sich auf den Weg zum Familienstützpunkt zu machen. Im Erzbistum Bamberg gibt es rund 330 Katholische Kindergärten.

In den zehn jetzt bestehenden Familienstützpunkten wurden Angebote etabliert, die speziell auf Anliegen und Nöte von Eltern und Familien eingehen. Durchgängige Elemente in diesen Kindertagesstätten sind eine vertiefte Zusammenarbeit mit Caritas-Diensten wie Erziehungs-, Schuldner- oder Migrantenberatung, Angebote zur Sprachförderung, Elterntreffs, Kurse zur Förderung der Erziehungskompetenz der Eltern und Möglichkeiten für Großeltern und andere Erwachsene, sich ins Leben der Kindertagesstätte einzubringen.

Die zehn neuen Familienstützpunkte sind:

  • Netz für Kinder „Rappelkiste“, Bayreuth
  • Katholischer Kindergarten St. Jakobus, Burgwindheim
  • Caritas-Kinderhort „Leo“, Coburg
  • Katholische Kindertagesstätte St. Augustin, Coburg
  • Katholischer Kindergarten Heilig Dreikönig, Forchheim
  • Katholischer Kindergarten St. Christophorus, Fürth
  • Kinder- und Jugendhaus Stapf der Caritas, Nürnberg
  • Katholischer Kindergarten Edith Stein, Röthenbach/Pegnitz
  • Katholischer Kindergarten St. Johannes der Täufer, Schlüsselfeld
  • Katholischer Kindergarten St. Josef, Weisendorf