Zubzas sind Kinderrechtsteam bei Terre des Hommes und AKTIV gegen Kinderarbeit

Auszeichnung für Hilfsprojekt durch „Terre des Hommes“
Millionen Kinder werden in Indien ausgebeutet oder misshandelt. Noch mehr können nicht die Schule besuchen oder zu einem Arzt gehen. Weltweit müssen die Kinderrechte mehr Beachtung finden. Dafür setzen sich die Zubzas aus Weisendorf bereits seit über vier Jahren erfolgreich ein. Seit Dezember können sich die Zubzas auch Kinderrechtsteam und Partner von Terre des Hommes (Erde der Menschlichkeit) bezeichnen. Terre des Hommes bietet engagierten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, selbst Initiative zu ergreifen und Gleichaltrigen in den Krisenregionen der Welt zu helfen.
Die Kinderhilfsorganisation hat die Zubzas bei der letzten Präsidiumssitzung zum Kinderrechtsteam ernannt.
Ernst Klimek: Wir arbeiten mit der Organisation zusammen, weil wir uns weiterhin gemeinsam für Hilfsprojekte – Bildung statt Kinderarbeit - in Indien einsetzen und uns gegenseitig mit Projekterfahrungen ergänzen und austauschen werden. Nach Beendigung unseres letzten Ausbildungsprojekts fanden 18 Mädchen aus dem Nagaland eine Anstellung als Schneiderin bei der Firma Cotton Blossom/Tiruppur. Die Firma wurde bereits von George Chira dem Beauftragten von terre des hommes und Leiter des Regionalbüros besucht. Er konnte feststellen, dass hier die internationalen Standards für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Unternehmensverantwortung tatsächlich umgesetzt worden sind. Gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos, bewältigte terre des hommes und die Zubzas bereits mehrere Hilfsprojekte in Indien als Hilfe zur Selbsthilfe
INFO:Terre des hommes Deutschland (Hilfe für Knder in Not) ist eine internationale entwicklungspolitische Kinderhilfsorganisation, die rund 400 Projekte für notleidende Kinder in 30 Ländern dieser Erde unterstützt. Terre des hommes ist keine Organisation, bei der nur Erwachsene Kindern in Not helfen. Auch deutsche Kinder werden dazu aufgerufen, selbst aktiv zu werden, und erhalten dafür von terre des hommes große Unterstützung. Eine Möglichkeit besteht darin, dass sich aktive Kinder und Jugendliche auf lokaler Ebene zu einem Kinderrechtsteam - 29 Teams gibt es bereits in DEUTSCHLAND- zusammenschließen und selbst Initiative und Engagement zeigen, indem sie eigene Projekte und Aktionen organisieren und durchführen. Die Zubzas und Terre des hommes setzen sich ein für eine Welt, in der für alle Kinder das Überleben gesichert ist, kein Kind mehr ausgebeutet wird, alle Kinder Bildungs- und Entwicklungschancen haben und die Kinderrechte verwirklicht sind.
Ernst Klimek: „Wir wollen weiterhin Kindern und Straßenkindern helfen und uns um verlassene und arbeitende Kindern in Indien kümmern und für die Ausbildung von Kindern einsetzen. Unser gemeinsames Ziel ist eine terre des hommes, eine „Erde der Menschlichkeit.“ Leider zeigen Firmen und Unternehmen aus unserer Umgebung bisher wenig Interesse, mit uns zusammenzuarbeiten oder wenigstens die Wanderausstellung für kurze Zeit aufzunehmen. Einige haben nicht einmal auf schriftliche Anfragen der Kinder geantwortet.
Situation in Indien
Die große Masse der Menschen in den Städten und vor allem in den Dörfern muss weiterhin ums Über leben kämpfen. Rund 400 Millionen Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Indien weist die höchste Rate an Kinderarbeit und Analphabetismus – insbesondere bei Mädchen und Frauen – auf. Es fehlen rund 100.000 Grundschulen. Ein Viertel der Bevölkerung hat noch immer keinen Zugang zu sauberem Wasser und Gesundheitsdiensten. 35 Prozent der 338 Millionen Kinder sind unterernährt.Die meisten Menschen in Indien haben keinen gesicherten Arbeitsplatz mit regelmäßigem Einkommen. Um zu überleben, arbeiten sie ohne jegliche Sicherheit als Tagelöhner oder Gelegenheitsarbeiter. Ein großer Teil von ihnen sind Kinder und Frauen. Kinderarbeiter finden Gelegenheitsjobs als Schuhputzer, Lastenträger, Verkäufer von Abfallgemüse, Blumen oder Zeitungen. Was sie verdienen, reicht kaum zum Überleben. Andere versuchen es durch die Herstellung von Bidis (kleine Zigaretten) oder Papiertüten. Meist werden sie von Kindern und Frauen angefertigt.
Ernst Klimek

