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Familiengottesdienst am 21.06.2026 „Hab Mut, steh auf!“

Familiengottesdienst 21.06.2026
Datum:
Veröffentlicht: 22.6.26
Von:
Michael Schmidt

Im Familiengottesdienst wurde das Thema des Katholikentages in Würzburg im Mai 2026 aufgenommen - „Hab Mut, steh auf!“. Mit dem Mottolied des Katholikentages begann die neu formierte Band den Gottesdienst.

Die Firmlinge aus dem Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund besuchten mit einem vollbesetzten Bus am 15.05. den Katholikentag und konnten an diesem Tag die Vielfalt des Glaubens erleben.

Pfarrer Johannes Saffer nahm in der Predigt das Evangelium der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus auf: Als Bartimäus hört, dass Jesus vorbeikommt, packt ihn die Hoffnung. Er ruft: „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Die Reaktion der Menge und der Jünger ist eindeutig: Sie versuchen, ihn zum Schweigen zu bringen. „Sei still!“, „Stör nicht!“ – Bartimäus passt nicht ins Bild, er stört den Ablauf. Doch Bartimäus lässt sich nicht einschüchtern. Er ruft noch lauter. Dann geschieht etwas Entscheidendes. Jesus bleibt stehen. Er hört das Rufen, das viele lieber überhören würden; und die Geschichte wendet sich: Jesus fordert die Jünger auf, Bartimäus zu ihm zu bringen. Plötzlich werden aus denen, die eben noch gebremst und ausgeschlossen haben, Menschen, die einladen und Hoffnung weitergeben. „Hab Mut, steh auf! Er ruft dich.“ Die Worte, die Bartimäus jetzt hört, sind voller Ermutigung und Wertschätzung, es entsteht ein Raum der Hoffnung.

„Hab Mut, steh auf!“ Das ist der Ruf, der auch heute gilt. Für alle, die sich am Rand fühlen, die überhört oder übersehen werden. Für alle, die wagen, ihre Sehnsucht laut auszusprechen. Aber auch für uns als Kirche, als Gemeinschaft, als Gesellschaft: Sind wir diejenigen, die andere zum Schweigen bringen? Oder sind wir bereit, uns verwandeln zu lassen und zu denen zu werden, die Hoffnung und Mut zusprechen, die aufrichten und Brücken bauen?

Die Geschichte von Bartimäus zeigt: Wandlung beginnt dort, wo ein Mensch sich traut, aufzustehen und zu rufen – und wo eine Gemeinschaft sich traut, hinzuhören, sich bewegen zu lassen und neue Wege zu öffnen.

Die anwesenden Firmlinge trugen gemeinsam die Fürbitten vor. Pfarrer Saffer dankte ihnen für ihre Mitwirkung und wies auf die Firmung in drei Wochen hin, wo 11 Firmlinge in Weisendorf von Erzbischof Gössl das Sakrament der Firmung empfangen werden.

Besonderen Applaus gab es zum Schluss für die musikalische Gestaltung durch die Band mit Gesang, die den Gottesdienst mit neuen Klängen zu etwas ganz Besonderem machten – getreu dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ – und für das Kirchenkaffee-Team, das im Anschluss außen vor der Kirche im Schatten Gelegenheit zum gemütlichen Austausch mit Getränken anbot.

von Sandra Ebersberger

Gebet „Hab Mut, steh auf“ 

Gott,

du schenkst uns das Leben

Moment für Moment und Tag für Tag.

Und jeden Tag legst du uns deine Worte ins Herz:

Hab Mut, steh auf!

Weil du willst, dass wir mutig sind

jede und jeder von uns.

Erfülle uns mit deiner Geistkraft, die uns zeigt,

dass wir mehr schaffen können,

als wir uns selbst oft zutrauen.

So segne uns mit dem Mut Jesu,

damit wir uns trauen, offen über unsere Zweifel

und kritischen Fragen zu sprechen

und auch unbequeme Themen in den

Mittelpunkt zu stellen.

Lass uns im Dialog mit dir und den Menschen

unseren Blick weiten und

neue Perspektiven gewinnen.

Segne uns mit deiner Kraft,

damit wir nicht aufhören, von einer gerechten

und friedlichen Welt zu träumen,

auch mal ungewöhnliche Wege gehen

und uns für Vielfalt und Respekt einsetzen.

Lass uns mutig aufstehen,

unsere Träume verwirklichen und

über uns selbst hinauswachsen.

Segne uns mit Begeisterung,

damit wir unseren Glauben gemeinsam leben und feiern

und eine Gemeinschaft erleben, die trägt und stärkt.

Lass uns spüren, dass du mitten unter uns bist

und uns inspirierst, mutig und

hoffnungsvoll in die Zukunft zu gehen.

(Text leicht gekürzt; Laura Kunz)

 

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