Ostern 2026 in St. Josef Weisendorf –„An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“!

Am Gründonnerstag leitete Pfarrer Johannes Saffer den Gottesdienst vom letzten Abendmahl und brachte am Ende das Allerheiligste in die dafür ausgeräumte und hergerichtete kleine Nebensakristei. Ohne Segen und Abschluss endete der erste Teil des Gottesdienstes und ging über in die Ölbergwache die ganze Nacht hindurch bis zum Karfreitag. In der Ölbergwache fanden zwei gestaltete Betstunden statt von Pfarrgemeinderat und Jugendteam. Danach folgten weitere Stunden der Anbetung in Stille bis zum frühen Morgen.
Am Vormittag des Karfreitags fanden Kreuzwegandacht sowie der Kinderkreuzweg statt, bevor am Nachmittag zur Liturgie vom Leiden und Sterben mit Pfarrvikar Joseph Puthenchira der Gottesdienst vom Vorabend weitergeführt wurde. Die Passionsgeschichte wurde zu dritt vorgetragen und danach folgte die Kreuzverehrung – „Sehet das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt.“ Die Gesänge der Schola umrahmten die Liturgiefeier in besonderer Weise.
In der Feier der Osternacht wurde die Auferstehung Christi als letzter Teil des „Großen Gottesdienstes“, der am Gründonnerstag begann, festlich begangen und das Licht der neuen Osterkerze erstrahlte und erleuchtete die Kirche.
Pfarrer Saffer ging in seiner Predigt in der Osternacht vom Lied „Tage wie diese“ der Band „Die Toten Hosen“ aus. Das Lied war 2012 ein großer Erfolg und entwickelte sich zu einer regelrechten Hymne – es beschreibt ganz besondere Tage intensiver Gefühle – „wie Weihnachten und Ostern zusammen“. Die besondere Osterfreude, das überschäumende Gefühl, wie das Licht die Dunkelheiten des Lebens besiegt und überstrahlt, beschreiben für Johannes Saffer die Liedzeilen:
„An Tagen wie diesen
Wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen
Haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte
Die uns so viel verspricht
Erleben wir das Beste
Kein Ende ist in Sicht
Erleben wir das Beste
Und kein Ende in Sicht“
Die Segnung des Weihwassers symbolisch mit der Osterkerze und das Taufbekenntnis rückten in dieser Nacht das „Geheimnis unseres Glaubens“ in den Mittelpunkt. Auf die drei Fragen zum Glauben erklang durch die Kirche vielstimmig das gemeinsame „Ich glaube!“. Pfarrer Saffer wünschte allen von Herzen die Osterfreude immer wieder zu spüren über das Licht, das in die Welt kam, in den Dunkelheiten unseres Lebens.
Am Ende der Osternacht dankte Pfarrer Saffer ausführlich allen, die diese Karwoche und Ostertage mitgestaltet hatten – den vielen verborgenen Helferinnen und Helfern im Hintergrund, die die Kirche hergerichtet und „ihr Festgewand gehüllt hatten“, den Mesnern und allen im liturgischen Dienst und ganz besonders den zehn Ministrantinnen und Ministranten, die vorher gemeinsam mit dem Pfarrer geprobt und die drei Gottesdienste so feierlich mitgestalteten!
Ein besonderer Dank ging auch an die musikalische Gestaltung – besonders an die Sängerinnen und Sänger der Schola am Donnerstag und Freitag unter Leitung von Johannes Hahn sowie an die Mitglieder des Chores „Voice of joy“ und Band unter Leitung von Claus Keller, die die Osternacht mit einer gelungenen Mischung aus modernen Cantate- und traditionellen Osterliedern wunderbar musikalisch umrahmten. Pfarrer Saffer fügte eine kleine Werbung zum Mitsingen ein – sowohl der Kirchenchor und Schola als auch „Voice of joy“ freuen sich stets über neue Mitsingende!
Mit einem herzlichen Lachen nach dem traditionellen Osterwitz endete die Feier der Osternacht und Claus Keller erntete mit seinem Orgelspiel zum Ausklang noch einen besonderen Applaus, bevor alle im Kirchhof zur Agape rund um das Osterfeuer, die der Sachausschuss Feste & Feiern bereitet hatte, zusammenkamen und ein vielfaches „Frohe Ostern!“ durch die Nacht klang.
Die drei besonderen Gottesdienste als Höhepunkt im Kirchenjahr – als Erfahrung des „Geheimnis des Glaubens“ wurden von vielen Menschen besucht – die große Gemeinschaft der Glaubenden war ein besonderes und berührendes Erlebnis.