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Seelsorgebereichs-Gottesdienst im Aurach-Seebachgrund am 01. Mai 2026

Seelsorgebereichs-Gottesdienst
Datum:
Veröffentlicht: 1.5.26
Von:
Sandra Ebersberger

 „Mit Gottes Kraft in die Zukunft“ lautete das Motto des gemeinsamen Gottesdienstes im Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund am 1. Mai in der Wehrkirche Hannberg.
In die vollbesetzte Kirche waren Gläubige aus den fünf Pfarreien im Seelsorgebereich gekommen – aus der Pfarrei Weisendorf, den drei Pfarreien in Herzogenaurach und der Pfarrei Hannberg. Der gemeinsame Gottesdienst war die „Ouvertüre“, wie Leitender Pfarrer Michael Pflaum es bezeichnete, für den Prozess „Entscheiden und Handeln“ im Aurach-Seebachgrund.
Im Erzbistum Bamberg sind alle Seelsorgebereiche zum pastoralen Prozess eingeladen. Aus jedem Seelsorgebereich werden vier Personen zu Prozessverantwortlichen ausgebildet, zwei Hauptamtliche und zwei Ehrenamtliche. Im Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund sind das Michael Pflaum als leitender Pfarrer, Gemeindereferent Christian Deuber, Sandra Ebersberger aus Weisendorf und Thomas Willert aus Hannberg, beide in ihren Pfarreien PGR-Vorsitzende sowie gemeinsam neue Vorsitzende des Seelsorgebereichsrates. In der Predigt stellte das Prozessteam zu viert die pastoralen Orientierungen des Erzbischofs und die Prozessinhalte vor.
Menschen leben in verschiedenen Welten und haben deswegen verschiedene Wünsche und Bedürfnisse. Erzbischof Herwig Gössl hat in seinen pastoralen Orientierungen vier Zielgruppen von Kirche grob unterschieden:
Es gibt Menschen, die ihren Glauben im Alltag und in Gemeinschaft leben wollen – wie bisher oder in neuen Formen. Das sind Menschen, Familien, die gerne auch am normalen Gemeindeleben der Kerngemeinde teilnehmen und Anschluss finden möchten. Es gibt aber auch Menschen, die punktuell kirchliche Dienstleistungen (z. B. Beerdigung, Erstkommunion oder Trauung) oder Engagement Möglichkeiten (z. B. Projekte im sozial-caritativen Bereich) suchen. Dann gibt es Menschen, die Sinnsucher sind. Sie sind offen für Sinn- und Lebensfragen, ohne aktiv nach kirchlichen Angeboten zu suchen. Und dann gibt es Menschen, die sich in einer Notlage befinden und Unterstützung, Begleitung oder konkrete Hilfe benötigen.
Im gemeinsamen Prozess „Entscheiden und Handeln geht es um die Grundfragen der Kirche vor Ort: Was brauchen Menschen in unserem Seelsorgebereich von der Kirche? In welchen Situationen stecken sie? Was sind ihre Bedürfnisse?
Wie genau der Prozess weiter geht, darüber wird das Prozessbegleitungsteam über verschiedene Kanäle und Veranstaltungen informieren. Am 01. Oktober 2026 wird es eine gemeinsame große Veranstaltung für alle interessierten Ehrenamtlichen aus den Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen sowie weiteren Kreisen der Pfarreien geben. Ziel ist die Entwicklung strategischer Ziele, wie Kirche vor Ort künftig gelebt werden kann und daraus abgeleiteten Handlungsmodellen.
Die Mitglieder des Seelsorgebereichsrats Aurach-Seebachgrund von 2022 bis 2026 wurden vom Pastoralen Team mit Dank verabschiedet und die neuen Mitglieder herzlich begrüßt mit guten Wünschen für die Zusammenarbeit in den nächsten vier Jahren und im Prozess „Entscheiden und Handeln“.
Pfarrer Johannes Saffer dankte am Schluss Claus Keller als Organist und Kantor und der Kantorei St. Magdalena mit Trompetenbegleitung von Rene Riedel für die besondere musikalische Gestaltung, die mit viel Applaus bedacht wurden.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Imbiss, der vom Sachausschuss Feste & Feiern der Pfarrei Hannberg vorbereitet wurde und die Möglichkeit, Gedanken zur Kirche vor Ort auf Fragebögen oder an einer großen Wand zu hinterlassen. Und im schönen und sonnigen Ambiente des Kircheninnhofes der Wehrkirche war noch viel Zeit und Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch und netten Gesprächen.
Es war ein gelungener Auftakt für den Prozess „Entscheiden und Handeln“ vor Ort und die vier Mitglieder im Prozessteam freuten sich über zahlreiche Anregungen und die gelebte Vielfalt im Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund!